Geschichte
Die Göğceli-Moschee liegt innerhalb des Göğceli-Friedhofs im Stadtteil Hasbahçe des Bezirks Çarşamba. Zwar ist keine Bauinschrift erhalten, doch dendrochronologische Untersuchungen des Holzes belegen, dass die Moschee 1206 unter dem anatolisch-seldschukischen Sultan Gıyaseddin Keyhüsrev errichtet wurde. Damit gilt sie als die älteste bekannte Holzmoschee der Türkei. Der hölzerne Vorbau wurde vermutlich erst 1335 ergänzt. Das Gebäude wurde 1986 als unbewegliches Kulturgut registriert und 2007 umfassend restauriert.
Architektur
Die Moschee wurde vollständig in Blockbauweise ohne einen einzigen Nagel errichtet; die Wände bestehen aus einteiligen Bohlen aus Kastanie, Esche und Ulme. Mit Maßen von rund 17,44 auf 21,55 Metern und einer Fläche von 392 Quadratmetern zählt sie zu den größten Holzmoscheen der Türkei in dieser Bautechnik. Zwei Reihen zu je drei Säulen tragen ein dreiteiliges Walmdach mit traditioneller Ziegeldeckung. Die Moschee besitzt weder Kuppel noch Minarett, an drei Seiten befinden sich hölzerne Vorhallen. Die Decke ist mit handgemalten floralen Motiven verziert.
Besucherinformationen
Die Moschee wird bis heute für Gottesdienste genutzt und gehört zu den Wahrzeichen von Çarşamba. Die Lage inmitten des historischen Friedhofs verleiht dem Besuch eine besonders ruhige Atmosphäre.
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